Sunday, April 16, 2006

Flammenspiel

Die lieblich Stimme flüstert:
"Komm meinKind,komm zu mir."
Der innere Drang
Ein gespaltenes Stück Herz
Verlockendes Flammenspiel

Hitze auf der Haut
Qualm in der Lunge
Brennen in den Augen
Die Melodie in den Ohren
Die Seele ein Fetzen Kohle

Ein Geheimnis
Das an den Fersen klebt
Gesichter zerfließen zu Fratzen
Münden in höhnisches Gelächter
Apathisches Maskenspiel

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Sunday, April 09, 2006

Flucht

In einer Zyankalilaune
Sprang ich durch das Fenster
Ich fiel tief
Tief in ein Loch
Ein Loch ohne Leiter und Sinn

Nun sitz ich in den Scherben
Sie schneiden mir ins Fleisch
Ich spüre nichts
Bis es mein Herz erreicht
Und mich in Stücke reisst

Über meinen Schatten gesprungen
Vor lauter Angst
Habe ich ihn ignoriert

Sturz

Ich falle
10.000 Stockwerke aufwärts
Schnell
Zu schnell?
Bilder verschwinden ungesehen
Orientierungslos Schwerelos
Warten auf den Aufprall

Liegst transparent aud dem Asphalt
Zerläufst in alle Richtungen
Die kalte Erde unter dir
Wie sie dich auffüllt
Du stehst auf
Spannst die Flügel
Vergehst in Ewigkeit

Wednesday, March 15, 2006

Geist/Körper

Mein Geist

Mein Geist ist fürsorglich
Schenkz mir ein Lächeln
Wo keines hingehört
Ein zweiter Körper im Schafspelz

Mein Geist ist arrogant
Signale überhört
Ich als Instrument
Bis ich nicht mehr kann

Mein Geist ist undankbar
Biete ihm Schutz
Durch jeden Atemzug
Verursacht er Schmerzen

Mein Geist ist erbarmungslos
Beschimpft mich ins Mark
Widerspreche ich
Schlägt er auf mich ein

Mein Geist ist blockiert
Die Höhle wird zum Vakuum
Dann verharre ich erstarrt
Bis er sich wieder bewegen kann

Mein Geist ist verstümmelt
In tausend Trümmer
Die ich nicht zerstören kann
Ein Tyrann

Mein Geist und ich
Zwei Glashäuser mit zwanzig Steinen
Ich leb ein Leben lang mit ihm
Er bringt mich langsam um



Mein Körper


Mein Körper ist verzerrt
Bewegt sich kontrolliert
Ein Schatten von Perfektion
Grenzenlos in vager Reallität


Mein Körper ist leer
Ich verliere mich
Trauma tiefstürtzender Zeit
Gefangen in einer Endlosschleife


Mein Körper ist endlich
Zerbröselt zu Staub
Verwelkende Substanz
Endstation


Mein Körper ist äußerlich
Magnet für gierige Blicke
Tänzelnde Maske
Konstruktion fehlgeschlagen


Mein Körper ist verwundbar
Schmerz als Existenzbeweis
Narben die Worte flüstern
Störfator


Mein Körper ist rastlos
Sucht an den Grenzen
Grenzen ohne Gleichgeweicht
Freifall


Mein Körper ist behindert
Auf meine Kosten
Ein Leben lang leb ich mit ihm
Er bringt mich langsam um

Friday, March 03, 2006

Gedankenklinge

Alle Anstrengungen rotieren
Fingespitzen drücken an die Fensterscheibe
Nichts dahinter
Nur ein verkohlter Herzschlag

Ein falsches Lächeln begleitet durch den Tag
Ein Parasit auf Kosten der Kontrolle

Unter der Maske
Ein Schwarm Schmetterlinge

Es ist die Klinge in den Gedanken
Das unbezähmbare Tier
Klopft an die Tür
Träume in Schatten gepresst

Das Geheimnis schweigt und geht
Und am Ende
Ein gebrochenes Versprechen

Wednesday, January 25, 2006

Kalte Mauern

Fußspuren schimmern im Wasser
Voller Tänen der Erinnerung
Die Strömung still
Tosender Wasserfall


Eingesperrte Seelen
In schwarzen Regenbögen
Hungernd und stumm
Greifend nach Illusionen


Hinter kalten Mauern
Flehende Hände
Abgetrennt
Versteckt in dunklen Gräbern


Tuesday, January 17, 2006

Herztod

Du hockst in der Ecke
Mit dem Gesicht in der Hand
Deine Umrisse malen Schatten
in die Dunkelheit
Ich trete einen Schritt näher
Du beachtest mich nicht


Auf deiner nackten Haut
tanzen kleine Narben
Ich klammere mich an deinen Blick
Er ist starr und kalt
Liebster,ich weiß es ist schwer,
aber ich kann es tragen.


Aus der Nase strömt das Blut
Über die Lippen
Die schon lange schweigen
Wo bist du nur?
Den Mann,den ich suche,
sieht aus wie du


Dein Körper lehnt an der kalten Wand
Will ich dich wärmen
Hälst du den Atem an
Die Hände auf den Rücken gebunden
Kraftlos
Ließest du es geschehen


Auf der Wange
Eine gefrorene Träne
Als die Hoffnung starb
Hörte dein Herz auf zu schlagen.

Sunday, January 08, 2006

Nur ein Gedanke

Augen starren dir nach
Du musst dich beeilen,
sonst holen sie dich ein.
Dieser Mann
wartet er auf dich?
Das Radio auf dem Sperrmüll
Schluss mit den Botschaften.
Du Narr
Glaubst du,du könntest sie einfach wegwerfen?
Solange du nicht weißt,auf wessen Seite er steht,
Halte dich fern.
Geheimcodes in der Tageszeitung,
Bist du der Einzige,der sie entschlüsseln kann?
Bist du eine Gefahr?
Strom abgestellt
Auf eigenem Wunsch.
Als der Hausmeister den Rauchmelder einbauen wollte
Bist du ausgezogen.
Nein,du lässt dir nicht den Kopf schauen.
Deine Gedanken müssen leise bleiben.
Jetzt sitzt du allein in diesem Zimmer,
Die Vorhänge sind zugezgen.
Nur eine Matratze und eine alte Schreibmaschiene,
Du musst und doch warnen.
Der Dank
Höhnisches Gelächter.
Ist das alles nur eine Prüfung?
Du darfst nicht erfahren,
Dass du einer meiner wirren Gedanken
in meinem kranken Kopf bist.
Eine Marionette in meinen Händen.
Ich sehe in deine Träume,
Ich sehe in deine Seele,
Ich sehe in dein Hirn,
Und wenn mir etwas nicht gefällt,
zerfetz ich es,
bis ich vor Blut triefe.
Der Preis eines eigenen Leben ist zu hoch
für dich.
Augen starren dir nach.